Evangelische Kirchengemeinde    Damgarten - Saal GEschichte der Dorfkirche Saal
Kirche Saal Das   Dorf   Saal   besaß   im   13.   Jahrhundert   als   Sitz   einer   Vogtei regionale    Bedeutung.    Vielleicht    erklärt    dies    den    Bau    einer ungewöhnlichen   großen   Dorfkirche.   Der   polygonale   Chorraum ist   auch   dort   der   älteste   Teil   der   Kirche,   sein   Dachwerk   konnte dendrochronologisch   auf   1285   datiert   werden,   ebenso   das   der Sakristei.   Vorbild   war   wohl   die   Stralsunder   Katharinenkirche (1281d;     heute     das     „Meeresmuseum“).     Im     14.     Jahrhundert folgte       das       dreischiffige       Langhaus,       das       im       Stil       einer norddeutschen         Hallenkirche         konzipiert         wurde.         Der ursprünglich   steilere   Dachstuhl   wurde   im   18.   Jahrhundert   in der   jetzigen   Form   neu   gebaut.   Ein   Westturm   gelangte   nicht   zur Ausführung.   Stattdessen   entstand   um   1475   der   freistehende Glockenturm   aus   Holz.   Konstruktiv   erinnert   er   an   Turmhelme massiver    Kirchtürme.    Freistehende    Glockentürme    sind    aus Italien    geläufig    (Campanile),    in    hölzerner    Form    aber    in    der Region   nicht   selten.   Die   Besonderheit   liegt   in   der   achteckigen Form.    Die    aufwendige    Konstruktion    wurde    2012    und    2018 saniert.    Im    Inneren    befinden    sich    zwei    Glocken,    die    1798 (Johann   Gottlieb   Metzger)   und   1820   (Simon   Zach)   in   Stralsund gegossen wurden.  Das   Innere   der   Saaler   Kirche   wird   vor   allem   durch   den   Barock bestimmt.   Aus   mittelalterlicher   Zeit   hat   sich   außer   der   Kirche und   dem   Glockenturm   nur   der   Rest   einer   steinernen   Tauffünte erhalten.   Den   Auftakt   machte   die   Kanzel,   die   um   1710   wohl   in Stralsund     beim     Tischlermeister     Hans     Broder     (1662-1730) gefertigt     wurde.     Kurz     darauf     folgte     der     um     1715     vom Rostocker          Bildhauer          Diederich          Hartig          geschaffene Altaraufsatz.   Auch   das   Altargitter   ist   aus   jener   Zeit.   Um   1730 entstand   der   derzeit   abgebaute   Kirchenstuhl   mit   Wappen-   und Figurenschmuck   für   die   Hessenburger   Gutsbesitzerfamilie   von Gentzkow.   Auch   die   Vasa   sacra   (Abendmahlsgegenstände)   sind größtenteils    im    Barock    entstanden.    1738    erwarb    die    Kirche einen   in   Rostock   beim   Bildhauer   Johann   Friedrich   Meyer   und Malermeister   Reth   gefertigten   Taufengel,   dessen   Qualität   aber drei    Jahre    später    schon    so    schlecht    war,    dass    er    reklamiert werden    musste.    Im    19.    Jahrhundert    wurde    eine    Fünte    aus bronziertem    Zinkguss    angeschafft.    Aus    dem    Barock    stammt auch     das     etwa     lebensgroße     Gemälde     des     Saaler     Pastors Andreas    Friederici    (†1732),    1727    von    einem    unbekannten Maler     gemalt.     Das     Gemeindegestühl     sowie     die     Emporen entstanden    überwiegend    bereits    im    Barock,    wurden    aber    im 19.   Jahrhundert   umgebaut.   Teile   einer   älteren   Empore   fanden Wiederverwendung    im    Gestühl.    Im    Westen    steht    die    1780 vom   Rostocker   Orgelbauer   Christian   Heinrich   Kersten   (1732- 1799)    gebaute    Orgel.    Nach    mehreren    Umbauten,    u.    a.    1834 von     Buchholz     (Berlin)     und     1904     von     Grüneberg     (Stettin), erhielt     die     Orgel     2004     eine     umfassende     Sanierung     und Rekonstruktion   durch   die   Firma   J.   C.   van   Rossum   aus   Andel (Niederlande).       Unter       der       Orgelempore       sind       mehrere Grabsteine     aus     dem     18.     bis     20.     Jahrhundert     zu     sehen, außerdem        die        Gedenktafel        für        die        Gefallenen        der Einigungskriege und des Ersten Weltkrieges. In   der   Kirche   befand   sich   auch   einst   die   Kirchenbibliothek,   die sich   jetzt   im   Damgartener   Pfarrhaus   befindet.   Sie   ist   derzeit nicht benutzbar
Pfarrhaus Saal Auch    für    Saal    sind    mehrere    Pfarrhäuser    belegt.    So    werden