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geschichte
der stadt damgarten |
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damgarten um 1600 |
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Die Stadt liegt an der Stelle, an der die Hauptverbindungsstrasse
zwischen den Hanse- und Küstenstädten Lübeck, Wismar,
Rostock, Stralsund, Greifswald und Anklam das breite Recknitzthal
überquert.
Slawische Siedler liessen sich schon sehr früh an der Recknitzmündung
nieder und benannten den Ort nach dem nahegelegenen Eichenwald (
dam = eiche, gora= berg)
Im Jahre 1258 erhielt das Dorf "Damgur" vom Rügenfürsten
Jaromar II das Stadtrecht mit Umbenennung Damgarten , um die Landesgrenze
des Fürstentums zu Mecklenburg zu sichern und gegenüner
der mecklenburgischen Stadt Ribnitz eine eigene Grenzbefestigung
zu schaffen.
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recknitzschanzen

passbrücke heute |
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Bedingt durch die Grenzlage am strategisch bedeutenden
Recknitzpass, war die Geschichte der Stadt von Krieg und Zerstörung
geprägt.
Immerwieder zogen in Kriegszeiten Truppen über den Recknitzpass
und brachten Zerstörung, Einquartierung und Plünderung mit
sich. Im 30 jährigen Krieg blieben wohl nur 5 Familien übrig.
Auch fehlender Landbesitz, verursacht durch Abtretung und Verkauf
in früher Zeit behinderten eine wirtschaftlich positive Entwicklung
der Stadt.
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für weiterführende informationen empfehlen wir: |
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den geschichtsteil der stadt ribnitz-damgarten
und |
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die site des landes mecklenburg-vorpommern |
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die geschichte
der kirche |
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fachwerkbau um 1800 |
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Auf dem künstlich aufgeworfenen Hügel wurde zunächst
eine Holzkirche erbaut.
Dass die Kirche sich ausserhalb des Stadtzentrums befindet, stützt
die Vermutung , dass dieser Hügel einst als wendnische Kultstätte
errichtet wurde.
Um den Sieg der christlichen Lehre über den heidnischen Götzenkult
zu demonstrieren, wurden die ersten Gotteshäuser bewusst an Orten
erbaut, die den Wenden als Stätten der Götterverehrung dienten.
Schon 1240 soll ein Steinbau errichtet worden sein, der im östlichen,
etwas überhöhten Teil der heutigen Kirche noch erkennbar
ist.
Ende des 15. Jhrdt. erfolgte eine Vergrösserung der Kirche um
ihren westlichen Teil im spätgotischen Stil.
Immerwieder wurde die Stadt und die Kirche durch die vielen Kriegszüge
beschädigt. Erst 1723 liess der Patron Adam Wilhelm von Pfuellen
einen Fachwerkturm errichten "zur Verstärkung der Kirche
und Conservation der Glocken, so in einem elenden Stuhl sich befunden" |
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zurück |
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Dieser Turm musste 1884 wegen Baufälligkeit abgerissen werden.
1887 wurde nach Plänen des Stralsunder Stadtbaumeister Ernst
von Haselberg der heutige Backsteinturm fertiggestellt, der sich durch
seine neugotischen Stilelemente gut an das spätgotische Kirchenschiff
anpasste. |
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die glocken |
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die glocken stammen aus dem Jahre 1457 und 1601 |
zurück |
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die sauer orgel |
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buchholz-orgel |
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Der früheste Orgelbau ist aus dem Jahre 1729 von Carl Sperling
bekannt. Bereits 1796 wurde durch die Stralsunder Firma Kindtus(?)
eine neue Orgel erbaut, die wiederum 1848 durch eine Orgel der
Firma Buchholz aus Berlin abgelöst wurde, die bis zum Bau der heutigen Sauer-Orgel
benutzt wurde. |
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sauer-orgel |
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1971 wurde durch die Firma Sauer die heutige Orgel gebaut. Eine
ähnliche Orgel steht bereits im Kiewer Konservatorium. |
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berliner dom |
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Die Firma Sauer, deren Vorfahren als die Silbermannwerkstätte
berühmt sind, wurde ebenfalls durch den Bau der gigantischen Orgel im Berliner Dom
bekannt. |
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Herrmann Bendix |
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Kantor Herrmann Bendix wirkte 44 Jahre lang
als Lehrer, Kantor,Organist und Komponist und ihm sind umfangreiche
stadtgeschichtliche Aufzeichnungen zu verdanken. |
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silberne Abendmahldose
aus der Schwedenzeit |
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Ein Geschenk des schwedischen Kommandanten Johann Hottan im Jahre
1660. Die Schweden kämpften im 30 jährigen Krieg auf den
Seiten der Protestanten. Zu dieser Zeit hausten mal die Kaiserlichen
mal die Schweden im Ort. Auf dem Deckel der Dose ist die Siegesfahne
und ein Lamm und ein Gedenkspruch zu Ehren der Damgartener Kirche
eingraviert. Noch heute dient sie im Gottesdienst zur Aufnahme der
Oblaten. |
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Mittelalterliches
Kruzifix |
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Für Jahrhunderte verschollen, wahrscheinlich bereits seit der
Zeit der Reformation fand man es im Jahre 1950 in einer Ecke auf dem
Dachboden der Kirche. Ein Gutachten ergab, dass es wahrscheinlich
im frühen 14. Jhrdt. erschaffen wurde und vermutlich Teil eines
Lettners, also der Schranke zwischen Chor und Langhaus war. |
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